PH- Wert Messung für Behandlung ausschlaggebend?

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TinaMarie

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PH- Wert Messung für Behandlung ausschlaggebend?

von TinaMarie am 28.03.2017 22:31

Hallöchen zusammen,

meine Geschichte will ich kurz zusammenfassen, sollte es doch etwas länger werden, bitte ich um Nachsicht, das fällt mir schwer mich kurz zu halten.

Ich bin 36 Jahre alt und die Symptome eines stillen Refluxes habe ich seit ungefähr 1 1/2 Jahren.( Heiserkeit, Räusperzwang, mir läuft oft die Nase und es läuft auch Sekret den Rachen herunter. Damals wusste ich aber noch nicht dass es sowas gibt. Ende Oktober letzten Jahres ging ich zum HNO und der guckte mir in den Hals und fragte mich nach Magenproblemen, denn der Kehlkopf sei entzündet und der Rachen gerötet und verschleimt. Magenprobleme hatte ich zwar hin und wieder mal, aber nicht in Form von Sodbrennen oder so, sondern hin und wieder ein flaues Gefühl. Nun verschrieb er mir Pantozol 40 mg 1 mal täglich für 4 Wochen, wenn es nicht besser wird soll ich ne Magenspiegelung machen lassen. Ich konnte mir das alles nicht so richtig vorstellen, wie denn Säure aufsteigen soll ohne dass ich die typischen Refluxbeschwerden habe. ich googelte und fand einiges im Internet über den Laryngophalen Reflux.

Pantozol habe ich erst morgens genommen, dann abends, weil ich diese Probleme mit Heiserkeit, laufender Nase und Verschleimung im Rachen mehr morgens als abends hatte. Erfolgreich war die Therapie jedoch nicht.

Also ging ich zum Gastroentrologen- Magenspiegelung mit dem Resultat, dass ich eine Kardiainsuffizienz habe ( zu deutsch Mageneingang schließt nicht richtig) Der Magen war bis auf einige  Schleimhautveränderungen die auf alte Entzündungen hindeuteten aber abgeheilt waren, unauffällig.An der Speiseröhre war auch kein Säureschaden zu sehen, Probeentnahmen waren unauffällig. Da ich während der Untersuchung viel Propofol ( Narkosemittel) brauchte, geht man von einem hohen Stresspegel aus. Die Entzündungen am Kehlkopf waren jedoch eindeutig und bestätigten das was der HNO schon vermutet hatte.

Der Gastroenterologe verschrieb mir nun Esomeprazol 40 mg 1mal täglich, meinte ich solle mich basisch ernähren, Kopfteil hochstellen und Pilates machen. Esomeprazol ließ ich sein, für mich nicht vorstellbar was daran besser sein soll, als an Pantozol und dass PPI s auf Dauer nicht gesund sind, hatte ich auch schon gelesen.  Basisch ernähren finde ich schwierig, ich ernähre mich gesund, mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, trinke nur noch selten Kaffee, habe gänzlich aufgehört zu rauchen und lasse so gut es geht Zucker weg. Kopfteil hochstellen geht auf Dauer nicht, dann kriege ich Probleme mit dem Rücken. Pilates habe ich angefangen, habe aber nichts das gefühl, dass es bis in die Tiefenmuskulatur der oberen Rumpfmuskulatur, sprich Mageneingang reicht. Ich nehme täglich Kurkumakapseln zu mir und vor den Mahlzeiten Apfelessig verdünnt. Gebracht hat mir alles das jedoch nichts, habe eher das Gefühl, es ist noch etwas schlimmer geworden.

Jetzt habe ich von dieser PH-Messung im Rachen gelesen, wo es ja auch einige Spezialisten gibt ( hier in Hannover leider keinen für Kassenpatienten) Ich habe bei einem angerufen wollte gerne so eine Messung machen lassen, hatte aber schon im Vorfeld gelesen, dass bei der Diagnosesicherung ein Leben lang PPI Einnahme das Mittel der Wahl sei, eine Fundoplikatio eher bei gasförmigen Säureaustritt aus dem Magen wenig Erfolge bringt.

Ausserdem zahlt die Krankenkasse die 24 Stunden pH Messung nicht, kostet mich wohl 280,00 Euro. Nun frage ich mich, was würde mir das jetzt bringen diese Untersuchung durchführen zu lassen? Ich meine, der Magenpförtner schließt nicht richtig, gut ist logisch dass dann da halt Magensäure aufsteigen kann. Aber was soll ich denn den Rest meines Lebens essen, damit das nicht der Fall ist, das geht doch gar nicht. Okay wenn dann wirklich zu viel Säure im Rachen ankommt, würde ich vielleicht nochmal über PPI nachdenken, aber mein Leben lang? Und was wenn nicht? Eigetnlich habe ich doch schon meine Diagnose, es kann doch aber nicht sein, dass ich jetzt für den Rest meines Lebens so weiter leben soll, zumal es mit der Ernährungsumstellung ja auch nicht besser geht. Was machen denn die Experten HNO Ärzte noch so, was zur Linderung führt? Ich habe Angst, dass dies Säure auf Dauer meinen Kehlkopf zerfrisst und dann da irgendwann Krebs draus wird und ich das Gefühl habe, ich kann irgendwie nichts dagegen tun.

Was könnte ich denn noch tun, bzw. wie sind eure Erfahrungen mit dieser PH Wert Messung?

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Mone

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Re: PH- Wert Messung für Behandlung ausschlaggebend?

von Mone am 21.06.2017 00:45

Hast du eine PH-Messung machen lassen? Wenn ja, wo in Hannover - komme auch aus Hannover.

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TinaMarie

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Re: PH- Wert Messung für Behandlung ausschlaggebend?

von TinaMarie am 25.08.2017 22:09

Hallo Mone,

sorry, ich war monatelang nicht hier. Nein, hier in Hannover habe ich keinen Arzt gefunden, in der MHH werden soweit ich das erlesen konnte nur Privatpatienten behandelt. Ich hatte in Göttingen mal angerufen, da ich aber nicht 280,00 Euro mal eben so locker machen konnte, habe ich den Termin dann nicht wahrgenommen. Allerdings merke ich wie sehr mich die " Verschleimung" im Hals, mein trockener Mund und der ständige Räusperzwang einschränkt. Bist du schon weiter gekommen?

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Mone

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Re: PH- Wert Messung für Behandlung ausschlaggebend?

von Mone am 26.08.2017 23:12

HalloTinaMarie
Ich habe nächste Woche einen Termin im Krankenhaus Siloah. Dort gibt es eine spezielle Abteilung für Reflux Patienten. Melde mich wieder. 

LG, Mone

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TinaMarie

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Re: PH- Wert Messung für Behandlung ausschlaggebend?

von TinaMarie am 01.09.2017 19:30

Ach, da habe ich mal gearbeitet, das ist aber schon 10 Jahre her und mittlerweile hat sich da sicher einiges getan, obwohl die Gastroenterologie damals auch schon einen guten Ruf hatte. Ich habe aber keine gastroenterologischen Beschwerden, von daher habe ich nicht in Erwägung gezogen, dass die mir dort helfen können. Aber vielleicht haben die ja auch Ahnung von dem stilllen Reflux, ich bin gespannt was du berichtest.

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TinaMarie

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Re: PH- Wert Messung für Behandlung ausschlaggebend?

von TinaMarie am 03.10.2017 20:18

Hallo Mone,

wie war es im Siloah, hat es dich weitergebracht?

Viele Grüße

Tina

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TinaMarie

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Re: PH- Wert Messung für Behandlung ausschlaggebend?

von TinaMarie am 17.04.2018 20:43

Hallo zusammen,

irgendwie ist hier echt tote Hose oder? Ich habe den Eindruck, dass das Thema "  Stiller Reflux" echt ein Geheimnis  ist, als ob kein anderer darüber wissen darf was das wirklich ist, wie es sich äußert und wie man es letztendlich dignostiziert und behandelt. Es scheint echt eine Wissenschaft für sich zu sein und es ist so super schwierig an Informationen zu kommen, die einem helfen können.

Ich habe mir vorgenommen, dass ich hier mal wieder regelmäßig berichten werde. Insbesondere habe ich mir jetzt hier in Hannover einen Termin in der MHH in der Phoniatrie gemacht. Die Adresse habe ich hier aus diesem Forum hier. Ich habe an die Klinik um Professor Ptok eine E-Mail geschrieben mit meiner Problematik und bezüglich einer möglichen PH-Metrie, die ich gerne durchführen lassen möchte. Nun habe ich einen Termin am 05.05. bekommen, aber erstmal zur Untersuchung.

Unabhängig davon, habe ich die Praxis Dr Petzold in Minden kontaktiert, auch bezüglich einer Ph-Metrie. Die Praxis führt das ebenfalls durch, allerdings verbleibt die Sonde 48 Stunden im Rachen. Die Sprechstundenhilfe fragte mich nach Vorbefunden und ich erzählte von meiner gesicherten Kardiainsuffzienz und vom gescheiterten Versuch Pantoprazol zu nehmen. Nachdem ich ihr gesagt habe, wie hoch bzw. niedrig die Dosierung war, meinte sie dann aber gleich, dass ich ja schon meinen Befund hätte und das müsse man schon höherdosiert nehmen, sonst könne es ja auch gar nicht besser werden. Nun. lange Rede kurzer Sinn, der Doktor würde dann entscheiden ob eine PH-Metrie Sinn macht oder nicht, also so richtig das was ich hören wollte, hat die mir auch nicht erzählt. Hört sich auch so nach Unwissenheit an,als wenn das Problem mit hochdosierten PPI in den Griff bekommen wird.

Naja, ich werde es sehen, habe mir trotzdem einen Termin für den 12. Mai geben lassen und bin jetzt mal gespannt. Je nachdem, was in der MHH herauskommt werde ich den Termin enweder wahrnehmen oder absagen.

Bis dahin, versuche ich das Thema Ernährung in den Griff zu bekommen- ein schwieriges Thema!

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TinaMarie

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Re: PH- Wert Messung für Behandlung ausschlaggebend?

von TinaMarie am 04.05.2018 22:55

Hallöchen,

heute hatte ich den Termin in der Phoniatrie in der Medzinischen Hochschule Hannover. Der Arzt war sehr nett und schien auch Ahnung vom stillem Reflux zu haben und nahm mich ernst. Da ich allerdings auch die Problematik habe, dass mir Schleim von der Nase den Rachen runterläuft, soll erstmal ein CT von den Nasennebenhöhlen gemacht werden, wegen Differentialdiagnose chronische Nasennebenhöhlenentzündung. Wenn das ausgeschlosse ist, würde er die 24 Stunden Messung empfehlen. Ich werde jetzt erstmal einen Antrag auf Kostenübernahme bei meiner Krankenkasse stellen, der Arzt meinte, dass manche Krankekassen mittlerweile die Kosten übernehmen. Er hat mir eine Stellungnahme geschrieben, die ich mit einreichen soll und ich habe selber auch noch eine Schilderung meines Problemes in Kurzfor ( auchm verfasst, was ich mit einreichen werde. Und dann hoffe ich, dass meine Krankenkasse die Kosten dafür bewilligt, denn das sind mit allem drum und dran fast 400,00 Euro, das ist viel Geld, bei dem Arzt in Minden bei dem ich eigentlich in der übernächsten Woche einen Termin zu der Ph-Metrie habe, würde es 260,00 Euro kosten, das ist schon nen Unterschied. Allerings würde ich mit Leihauto wahrecheinlich auf eine ähnlich hohe Summe kommen, von daher........

Mittlerweile versuche ich auch die Ernährungstipps von Gerrit vom Reflux Gate umzusetzen ( kein Koffein, keine Schiókolade, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, keine Früchte außer Banane und Melone und die vielen anderen schönen, leckeren Sachen)

Ich versuche kleinere Portionen zu essen( auch hier braucht man eine eiserne Diziplin) Und ich esse spätabends nichts mehr, sondern letzte Mahlzeit mindestens 3 Stunden vorm schlafengehen. Das klappt mal mehr mal weniger. Es ist wirklich schwieig.

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Mabe

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Re: PH- Wert Messung für Behandlung ausschlaggebend?

von Mabe am 05.05.2018 02:06

Hallo TinaMarie,

ich habe auch eine pH-Metrie im Rachen machen lassen (48h).
Lt. Arzt kein stiller Reflux, was ich nur hoffe.

Berichte gerne hier sobald du dein Ergebnis hast, das würde mich brennend interessieren.

Mein Problem ist es, das Ergebnis richtig zu interpretieren. Gerrit von Refluxgate schreibt nämlich:

"Sagt der Arzt einem dagegen, dass Resultat sei normal, dann ist man in einer schwierigeren Situation. Wahrscheinlich hat man wirklich keinen Stillen Reflux. Es könnte aber auch sein, dass der Arzt unerfahren mit dem Test ist, oder das Testverfahren nicht das richtige ist. Oder der Reflux ist so schwach, dass er noch als normal durchgeht, in deinem speziellen Fall aber Probleme macht. Entweder du lebst mit der Gefahr eines inkorrekten Ergebnisses, oder du nimmst dir die Testergebnisse mit und befasst dich etwas genauer mit den Resultaten."

Ich habe Gerrit mittlerweile auf jeder seiner Mails angeschrieben aber nie eine Antwort erhalten.

Wie gesagt, poste gerne dein Ergebnis.
Ich werde zu meinen auch einen neuen Thread eröffnen.

Gruß

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Bernadett

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Re: PH- Wert Messung für Behandlung ausschlaggebend?

von Bernadett am 21.06.2018 13:13

Hallo Tina. Auch ich habe das gleiche Problem mit stillem Reflux. Ich war beim HNO und wollte eine 24 Stunden ohne metrische machen. Diese kostet allerdings nur 95 Euro. Jetzt habe ich sie sogar kostenlos im Krankenhaus bekommen bekommen, da ich eine Kehlkopfentzündung habe. Vielleicht hilft dir das ein wenig. Kannst mich gerne anschreiben unter boomer28@gmx.de.

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