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MeHa

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Meine Erfahrungen mit stillem Reflux

von MeHa am 27.06.2024 21:04

Hallo, 
ich möchte meine Erfahrungen mit euch teilen. Ich leider seit Januar (also schon 6 Monate) unter stillem Reflux. Bei mir ist es übermäßige Schleimbildung im Rachen, die mich in den Wahnsinn getrieben hat. An manchen Tagen habe ich auch Ohrenschmerzen und Halsschmerzen. Es war am Anfang so schlimm, dass ich Panikattacken bekommen habe und so keinesfalls leben wollte und konnte.
Meine Ärzte-Odyssee startete bei einem HNO, der direkt die Diagnose „stiller Reflux" stellte. Ich bekam Omaprazol, 20 mg verschrieben. Mir halfen die Medikamente nicht, deswegen machte ich einen Termin in einem Bauchzentrum. Dort lachte man mich aus und sagte, diese Diagnose sei die Erfindung von HNO-Ärzten, die Leute wie mich loswerden wollten. Das, was ich hätte, würde sicher einfach wieder weggehen, denn stillen Reflux gäbe es nicht. Man bot mir aber eine Magenspiegelung an (Ergebnis: nix, genau wie sie vermutet hatten, aber ab jetzt trotzdem mal 40mg Esomeprazol). Next stop: Orthopäde. Nix. Dann Hausarzt: Nix.

 

Inzwischen war ich so gefrustet und verzweifelt, denn meine Symptome wurden einfach nicht besser, dass ich alles online gelesen habe, was ich finden konnte. Ich habe mit der Riegeler-Ampeldiät angefangen und später den Refluxgate-Kurs gemacht. Meine Ernährung habe ich dann komplett auf die Refluxgate-Liste angepasst. Das half mir schon merklich.
Trotzdem blieben die Symptome. Dann stieß ich auf den Namen einer HNO-Ärztin in meiner Nähe in einem Forum. Sie war die erste Person, die mir wirklich helfen konnte. Ich habe eine PH-Metrie gemacht und erfahren, dass bei mir nicht nur die Pepsine das Problem sind, sondern auch Säure, die im Liegen in den Rachen gelangt. Das erklärte vieles: Warum es mir im Strandurlaub noch schlechter ging als sonst und auch, warum bewegungsarme Tage sich bei mir rächen.
Die HNO-Ärztin verschrieb mir Iberogast Advance, was bei mir direkt sehr gut geholfen hat. Eigentlich ist es das erste Medikament, was einen nachhaltigen Effekt hat.
Inzwischen habe ich eine Routine rund ums Schlafen entwickelt und erstmals kann ich sagen, dass es mir besser geht (abends Leinsamen-Schleimwasser, abends und morgens Gurgeln mit Staatlich Fachinger, abends Iberogast Advance).

Ich bin sehr dankbar, denn ich wusste lange nicht, ob ich das schaffen und die Ursachen finden kann. Die Ärztewelt erschien wie eine Wand, an der ich abprallte.

Hier eine Übersicht

Was ich alles probiert habe:

- Heilerde (kein Effekt bei mir)
- Emser Salzpastillen gegen Schleim (gut, aber dann Unstieg auf zuckerfrei; später auch Verzicht auf zuckerfreie Variante)
- Inhalieren mit Natron-Wasser (kein Effekt)
- Inhalieren von Salzwasser (kein Effekt)
- Omeprazol 20 mg: kein Effekt
- Esomeprazol 40 mg: ein bisschen besser, dann aber auf Anraten der HNO abgesetzt (übler Rebound-Effekt, massive Rückschläge für eine Woche)
- Gaviscon Advance (oft empfohlen, bei mir kaum Effekte)

Was mir geholfen hat und noch hilft:

⁃ HNO finden, der/die sich auskennt (Listen in Foren)
⁃ PH-Metrie machen lassen, um zu sehen, ob Säure eine Rolle spielt (und wann) oder nur Pepsine (davon ausgehend evtl. PPI einsetzen und testen)
⁃ Ernährung nach Liste von Refluxgate oder magenkompass.de
⁃ Essen und trinken trennen
⁃ 1 Glas Leinsamen-Wasser über den Tag schluckweise trinken. (Goldleinsamen in Wasser quellen lassen)
⁃ Alkalisches Wasser: gurgeln (besonders abends und früh morgens)
⁃ Alkalisches Wasser über den Tag schluckweise trinken
⁃ Bei mir helfen Pink Lady Äpfel bei starken Symptomen (bei mir: primär Schleimbildung im Hals)
⁃ Riopan Magengel
⁃ Bei mir hat sehr gute Effekte: Iberogast Advance abends
⁃ Meditations-App zum Einschlafen (ich habe: „Calm")
⁃ Gegen Entzündungen im Hals: Käsepappel-Tee
⁃ Liegen insgesamt tagsüber vermeiden
⁃ Tagebuch führen (Übersicht über Stärke der Symptome, bei mir Excel-Datei mit Ampelfarben); das war super zur Besprechung mit der Ärztin
⁃ Viel Bewegung

Ich hoffe, der ein oder andere Tipp hilft euch!

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