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Re: Schlafapnoe wegen stillem Reflux oder stiller Reflux wegen Schlafapnoe?
von Karin am 23.05.2021 07:25Wenn man mal "Reflux und Schlafapnoe" in eine Suchmaschine eingibt, kommen viele Ergebnisse. Einen Zusammenhang scheint es zu geben.
Ich wundere mich allerdings, das du für eine Untersuchung im Schlaflabor zahlen sollst. Eine Bekannte von mir war zwei Nächte stationär in einem Schlaflabor zur Diagnostik, hatte keine Kosten.
Habe mir gerade mal WatchPad angesehen, scheint eine neue Technik zu sein, weniger Verkabelung etc., vielleicht könntest du auch eine "normale" Schlafdiagnostik machen, ohne extra Kosten ???
Viele Grüße, Karin
Re: Schlafapnoe wegen stillem Reflux oder stiller Reflux wegen Schlafapnoe?
von Tim am 22.05.2021 08:07Hallo Jürgen,
meine PH-Metrie mit Restech hat etwa 260 Euro gekostet und gilt meines Wissens nach als gute Methode Stillen Reflux nachzuweisen. Bei mir ist der PH-Wert im Rachen „lageabhängig" - also beim Schlafen manchmal unter 5 gefallen. Er sollte aber um die 6,0 bis 6,5 liegen, also basischer sein. Beim Schlafen arbeitet die Schwerkraft gegen dich und auch die Muskulatur ist erschlafft, die Systeme heruntergefahren. Deshalb hat Schlafen absolut etwas mit der Belastung bei Stillem Reflux zu tun.
Ich bin kein Arzt und möchte nichts Verbindliches sagen aber von Schlaf Apnoe als Auslöser für Stillen Reflux habe ich noch nicht gelesen. Ich glaube der Magen/Darm und die Atemorgane arbeiten funktionell zusammen und deshalb ist immer eine gesamtheitliche Sichtweise bei Stillem Reflux angeraten - inklusive psychischer Belastung. Inzwischen glaube ich, Fachärzte denken leider oft nicht über ihren Fachbereich hinaus und deshalb ist es am Patienten alle Faktoren selbst zusammenzusetzen.
Nach der Lektüre von „Breathe" von James Nestor habe ich den Eindruck, dass viel falsch geatmet wird – zu viel durch den Mund anstatt durch die Nase – was für Schlaf Apnoe und Schnarchen sorgen kann und zu wenig in den Bauch, was wiederum Einflus auf dein Organe im Bauchraum und das Zwerchfell hat, dass die Öffnung zur Speiseröhre umschließt. In „Breathe" wird übrigens auch der Begriff „Email Apnoe" verwendet, der unser heutiges Verhalten beschreibt, dass wir am Arbeitsplatz kaum noch auf unsere Atmung achten. Das ist aber auch nur wieder ein neuer Ansatz von vielen.
Stiller Reflux ist für mich eine Dedektivarbeit und die Ursache für jeden vermutlich etwas anders gelagert. Um so wichtiger die umfassende Diagnostik bei Ärzten, die schon mal von LPR gehört haben sollten. Ich bin z.B. inzwischen auf SIBO diagnostiziert, dass heißt Dünndarmfehlbesiedlung mit Hang zum Reizmagen, der zu viel Druck/Luft erzeugt. Wer weiß, vielleicht wurde die Fehlbesiedlung durch eine frühere Paradontosebehandlung mit Antibiotika ausgelöst, die mein Mikrobiom kaputt gemacht hat. Kann sein - muss aber nicht. Außerdem habe ich angeblich ein verspanntes/falsch gelagertes Zwerchfell (Osteopath).
Ich will nur sagen: es kann viele Ursachen geben und ich bin auch noch auf der Suche; heute aber schon optmistischer als vor zwei Wochen.
Schlafapnoe wegen stillem Reflux oder stiller Reflux wegen Schlafapnoe?
von Tenhagen am 21.05.2021 09:17
Re: Mein erstes Jahr mit Stillem Reflux
von Karin am 18.05.2021 11:01Noch was zu der vielen Luft im Bauch. Manchmal hilft mir da auch Lefax intens. Das löst die Luft auf, ähnlich wie SabSimplex. Wird nicht vom Körper aufgenommen. Babys, die mit Blähungen zu kämpfen haben, bekommen das auch. Ich bilde mir ein, die Luft im Bauch kommt vom falschen atmen.
Du machst ja wirklich viel, gegen deine Beschwerden, das ist gut!!
Viele Grüße, Karin
Re: Mein erstes Jahr mit Stillem Reflux
von Karin am 18.05.2021 09:55Hallo Tim,
ja, es ist alles kompliziert. Es kann ja auch mehrere Baustellen im Körper geben. Ich habe bei der low Fodmap Ernährung dann auch noch die Lebensmittel weggelassen, die für Reflux und stillen Reflux nicht gut sind und die, wo ich weiß, das ich sie nicht vertrage.
Ich merke an mir, das man immer mehr auf Symptome achte, was nicht gut ist, man wird ängstlich (ich zumindest, da ich nicht wieder so eine extrem schlechte Phase haben möchte).
Ich hoffe, das ich Mitte Juni mehr weiß und dann mal eine Diagnose bekomme. Mal wird ein Zwerchfellbruch gesehen, mal nicht.
Wenn der Heilpraktiker sagt, das da was am Übergang Dickdarm/-Dünndarm nicht stimmt, würde das zur Dünndarmfehlbesiedlung passen. Wichtig ist der richtige Atemtest.
Zur Zeit kann ich wieder nicht tief einatmen, meine Sauerstoffsättigung ist aber gut. Ich denke auch, ich atme oft falsch.
Wie geht’s dir zur Zeit?
Viele Grüße, Karin
Re: Mein erstes Jahr mit Stillem Reflux
von Tim am 16.05.2021 15:37Hallo Karin, danke für Antwort. Ich hoffe es geht dir gut.
Bei Oreganoöl klingelt es bei mir. Mein zweiter Heilpraktiker hat mich kinesiologosch ausgetetstet mit dem Ergebnis, ich solle Gluten und Kuhmilch meiden, ich atme falsch, hat meine Nieren „zurechtgerückt" und er sagte ich hätte eine Störung im Übergang Dickdarm zu Dünndarm, deshalb sollte ich es mit Oreganöl und Hericium Vital Pilz-Kapseln versuchen. Dazu kam es dann nicht weil ich zu wenig vertrauen hatte und nicht alles durcheinandernehmen will. Mein nächster Versuch war dann bei dem Osteopathen, der mein Zwerchfell behandelt hat.
Jetzt habe ich auch einmal auf die Seite von Doris Paas geschaut und sie erklärt dort die Dünndarmfehlbesiedlung und deren Behandlung unter anderem mit Vitalpilzen und wie ich von dir erfahre mit Oreganoöl als natürliche Antibiose.
Zusammengefasst scheint auch an diesem Ansatz etwas dran zu sein, zumal ich immer wieder den Ärzten sage, ich habe so viel Luft im Bauch, was die achselnzuckend kommentieren.
Von der FODmap-Ernährung höre ich von dir zum ersten Mal. Kurze Internetrecheche lässt mir verwirrt zurück: die FODmap-armen Lebensmittel teilweise wieder andere als Refluxgate empfiehlt, z.B. Gurke und Tomate sind FODmap-arm bei Reflux aber ausgesprochenen Säurebildner.
Habe auch Jamie Koufman auf deinen Hinweis recherchiert. Krass: bei ihr soll man sogar 5 Stunden vor dem zu Bett gehen nüchtern bleiben. Sie empfiehlt unter anderem abends das Medikament Pepcid AC, (Internet: Pepcid AC ist ein kompetitiver H 2 -Rezeptor-Antagonist. Pepcid AC senkt den Säure- und Pepsingehalt sowie das Volumen der basalen, nächtlichen und stimulierten Magensaftsekretion. Klingt auch irgendwie nach Säureblocker, jedenfalls sieht die Packung aus wie „Abflussfrei".
Es bleibt also schön kompliziert und es gibt noch viel zu recherchieren. Ich mache mal eins nach dem anderen und spreche morgen mit eine Ernährungshotline hier in Hamburg über den SIBO-Test.
Re: Mein erstes Jahr mit Stillem Reflux
von Karin am 14.05.2021 15:35
Viele Grüße, Karin
Re: Stiller Reflux oder was auch immer...
von Karin am 14.05.2021 15:10Viele Grüße, Karin
Re: Stiller Reflux oder was auch immer...
von Tim am 13.05.2021 18:12Hallo Karin, warst Du jetzt schon öfter bei Deiner Osteopathin? Hat sie gesagt, dass Du mehrere Behandlungen brauchst oder machst Du Übungen zu Hause, quasi als Hausaufgaben?
Ich frage mich auch ob Du einen Schreibtischjob wie ich hast, bei dem man vielleicht das Atmen vergisst. LG, Tim
Re: Mein erstes Jahr mit Stillem Reflux
von Tim am 13.05.2021 17:23Einige Beiträge bestätigen meine Erfahrungen; einige helfen mir so sehr, dass ich sie hier so kurz wie möglich Kommentieren möchte. Ich gebe dabei natürlich nur meinen persönlichen Eindruck wieder. Ich bin inzwischen überzeugt, dass sich Stiller Reflux BEI MIR aus mehreren Faktoren zusammensetzt, trotzdem kenne ich auch kein Patent-Rezept.
(User: NewAge2017 - Alexander) hat in seinem tollen Bericht folgende Positiv-Faktoren genannt:
1. Ernährung 40%, 2. Mentaltraining 40%, 3. Supplementierung 20%.
Ich kann an meinem Tagebuch sehen, wie sich mein schlimmer Reflux durch die Ernährung zwar verbessert hat, aber auch nicht verschwindet. Auch wenn ich mich sehr schonend ernähre, bekomme ich z.B. durch ein schwieriges Telefonat, Stress bei der Arbeit oder nur vom Zuschauen eines Fußballspiels Reflux. Ich vermute bei mir schon einen Reizmagen. Hat jemand übrigens Erfahrungen mit Iberogast in dem Zusammenhang?
Ich denke also Alexander hat total Recht und man muss bei Stillem Reflux auf den KÖRPER die ERNÄHRUNG und die PSYCHE schauen und dafür so viel Diagnostik wie möglich machen (sofern man die richtigen Ärzte dafür findet). Homöopathen sehen vielleicht eine „funktionelle Störung", Ernährungsberater vielleicht falsche Ernährung oder Fehlbesiedlung, Osteopathen möglicherweise eine Verspannung. Und dann kann es sein, dass die Ursache in psychischer Belastung liegt.
Danke auch an Alexander für den Tipp mit den grünen Smoothies und Omega 3, die ich in meinen Tagesplan einbaue.
Meine Favoriten für Reflux-hemmende Ernährung sind letztendlich die gleichen, die hier im Forum oft erwähnt werden. Ich vertrage morgens am besten ein Porridge mit Banane oder geriebenem Apfel und etwas Zimt. Darauf streue ich geschrotete Leinsamen und Flohsamenschalen. Ich süße nicht mehr mit Industriezucker, sondern mit Dattelsirup oder Ahornsirup. Ich bilde mir ein, Manuka-Honig hat mir geholfen bei entzündetem Rachen oder Speiseröhre.
Mehrfach genannt wurden Bullrichsalz-Tabletten, wobei ich zum „Ausschalten" der Pepsine durch Gurgeln lieber bei Kaiser-Natron-Wasser bleibe, dass ich bei Bedarf auch basischer mischen kann. Aber die Bullrich Säure-Basen-Balance-Tabletten (User: Florian und Ingrid) habe ich abends jetzt mehrfach aufgelöst und getrunken und denke damit besser schlafen zu können. Auf jeden Fall hier nicht zu viel basisches trinken.
(Admin) schlägt vor Milchprodukte und Gluten zu vermeiden. „Das Meiden dieser Produkte soll den Reflux abmildern". Das beherzige ich, habe aber auch einen Stuhltest Glutenintoleranz (bei Amazon ca. 70 €) und Candida (ca. 30€) machen lassen. Beides negativ. Jetzt interessiert mich noch der SIBO-Test den (User: Karin) auf Dünndarmfehlbesiedlung gemacht hat. Das werde ich wohl als nächstes angehen.
Ich mache täglich meine 30 Minuten Yoga-Sessions auch um im Corona-Jahr in Bewegung zu bleiben und auch Atemübungen zur Zwerchfellentspannung, die mir meine Orthopädin zeigte und ganz ähnlich sind wir bei YouTube (siehe: Liebscher Bracht Zwerchfell entspannen).
Zu dem Thema Zwerchfell hat hier im Forum (user: madse) schon folgendes erwähnt: „Eine bekannte Physiotherapeutin hat mir das gesagt, dass bei vielen Menschen Sodbrennen/Reflux durch ein verspanntes Zwerchfell entstehen kann." Vor 10 Tagen war ich nun bei einem neuen Osteopathen, der genau darauf behandelt hat. Die Theorie ist: das Zwerchfell ist falsch gelagert oder verspannt und zieht dabei den Magenpförtner auseinander (wie bei einem aufgeblähtem Fallschirm, der oben das Loch hat). Tatsächlich hat er mein Zwerchfell mit mehreren Griffen malträtiert. Ich muss sagen, dass ich mich nach der Behandlung geheilt gefühlt habe - leider war es aber nicht von so langer Dauer wie gehofft aber insgesamt glaube ich auch an diesen Weg.
Es findet sich im Netz auch eine Studie, die feststellt, dass das Zwerchfell/Zwerchfellöffnung trainiert werden kann (da Silva et al. 2013).


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