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Chris1

44, Männlich

Beiträge: 1

Ist das ein (stiller) Reflux???

von Chris1 am 29.01.2016 18:41

Hallo.

Mein Name ist Christian und ich bin 33 Jahre alt, und leider auch mit einem BMI von 31 übergewichtig. Eventuell beeinflusst auch dieser Sachverhalt meine Krankengeschichte.

Seit mittlerweile mehreren Monaten leide ich regelmäßig unter einem trockenen Reizhusten, der sich in letzter Zeit nachts beim Schlafen verstärkt. Weiterhin habe ich regelmäßig einen starken Würgereiz. Schleim oder sonstiges kommt allerdings nicht dabei heraus. Ebenso fehlt bei mir ein saurer Geschmack in Mund oder ein saures Gefühl im Hals. Zeitweise lag sogar eher ein schleimiges Gefühl im Hals vor.
Zunächst wurde durch die Hausärztin vermutet, dass die Ursache von der Lunge her kommen könnte. Nach einem Monat Wartezeit also ein Termin beim Lungenfacharzt. Dieser stellte am Ende jedoch nur fest, dass die Lunge völlig in Ordnung wäre. Weiterhin würde auf dem Röntgenbild auch das Herz nicht negativ aussehen. Von diesem Arzt wurde die Vermutung eines Reflux diagnostiziert. Meine Hauärztin stellt bei der anschließenden Besprechung des Befundes fest, dass ein Reflux möglich wäre. Zur Diagnose müsse man allerdings eine Magenspiegelung machen.
Ich selber habe bereits festgestellt, dass es erstens hilft, wenn ich bei einem Husten- oder Würgereiz einen Schluck trinke. Weiterhin hilft es nachts das Kopfende meines Betten höher zu stellen. Als drittes wurde festgestellt dass sich meine Beschwerde unter der Einnahme von Magentabletten (Talcid bzw. Pantropazol) wesentlich verbessern. Diese Tabletten wurden mir von einem Apotheker im Hinblick auf den Verdacht "Reflux" empfohlen.

Gibt es Erfahrungen, ob meine Symptome auf einen Reflux oder trockenen Reflux hindeuten?

Welcher Arzt ist zur weiteren Behandlung geeignet? Gastrologe oder HNO oder Internist?

Ist eine Magenspiegelung erforderlich? An anderen Stellen habe ich gelesen, dass eine Magenspiegelung bei einem trockenen Reflux sinnlos wäre. - Ein Problem dass ich sehe, ist auch dass ich ja so bereits einen Würgereiz habe, wie soll dann das Schlauchschlucken funktionieren?

Welche Behandlungsmöglichkeiten oder Hausmittel gibt es bei einem Reflux?
 

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nibbana
Gelöschter Benutzer

Behandlung vom stillen Reflux

von nibbana am 29.01.2016 12:15

Hallo,

ich bin vor kurzem auf dieses Forum aufmerksam geworden, da bei mir der Verdacht auf stillem Reflux besteht.

Nun zu mir. Meine Probleme fingen so ca. vor 6 Wochen an. Eines Morgens ging die Nase und der Hals zu. Ich dachte, ok, ein Infekt, es kommt eine Erkältung. So richtig raus kam das ganze aber nicht. Am Anfang hieß es Sinusitis und Postnasal drip. War deshalb bei mehreren HNO's und am Anfang behandelte man nur Nase/Nasennebenhöhle. Der Kehlkopf war laut indirekter Spiegelung unauffällig. Na ja, hatte aber von Anfang an das Gefühl eines Druckes auf den Kehlkopf, verbunden mit dem Gefühl schlechter Luft zu bekommen und sich ständig räuspern zu müssen, wenn man spricht. Die Stimme war zu diesem Zeitpunkt aber noch da. Als das ganze nicht besser wurde, hat man es mal mit Antibiotika versucht, obwohl keine Anzeichen von Bakterien da waren. Hat aber nichts gebracht. Die Probleme mit der Nase wurde dann nach ca. 3 Wochen besser, die Probleme mit dem Kehlkopf schlimmer. So begann vor ca. 3 Wochen eine Heiserkeit, die bis heute anhält, ebenso das Druckgefühl/Räuspern. Schluckprobleme oder Halsschmerzen hatte ich keine. Wieder zum HNO und nun wurde eine Entzündung und Schwellung im hinteren Bereich des Kehlkopfs festgestellt, das wohl Auswirkungen auf die Stimmbänder hat. HNO vermutete aber weiterhin einen Infekt. Da aber nichts besser wurde, bekam ich so langsam Angst, dass dies mittlerweile schon chronisch ist mit all seinen längerfristigen Auswirkungen. Deshalb ging ich in eine HNO-Klinik, die auch eine PH-Metrie machen. Die vermuten, dass das ganze vom Reflux kommt und wollten sich aber den Kehlkopf genauer anschauen. Deshalb bekam ich im Klinikum eine Panendoskopie unter Vollnarkose und zuvor machte ich noch eine Magenspiegelung. Ergebnisse:

-Magenspiegelung: Leichter Reflux, da anscheinend der untere Bereich der Speiseröhre nicht ganz richtig schließt. Offensichtliche Probleme mit Reflux hatte ich vorher aber nicht
-Panendo: Trachea und Bronchen ok, Kehlkopf bis auf die Entzündung und Schwellung im hinteren Bereich unauffällig, Gewebeproben wurden entnommen, stehen noch aus

Man geht dort von stillem Reflux aus und möchte dies erstmal mit Nexium behandeln. Nehme dies seit 2 Wochen in hoher Dosierung, 2 x 40 eine Stunde vorm Essen. Was die Diagnose über die PH-Metrie angeht, sehen sie erstmal davon ab. Alles klinische weist auf einen stillen Reflux und die Behandlung des Kehlkopfs steht im Vordergrund. Lt. Aussage der HNO-Klinik macht eine PH-Metrie eh keinen Sinn, so lange man PPI nimmt.

Über Diagnose habe ich hier viel gelesen. Was mir an Informationen fehlt, sind die Möglichkeiten der Behandlung. Mal heißt es mit PPI versuchen, dann wieder soll es bei vielen gar nichts bringen. Was machen die, bei denen PPI nicht hilft? Habe natürlich die Ernährung, Essenszeiten und -menge und den Lifestyle entsprechend angepasst...Alkohol und Nikotin ist eh kein Thema und mit der Ernährung hatte ich vorher schon fast alles richtig gemacht. Sport geht momentan nur Ausdauersport, weil Krafttraining die Probleme eher verstärken. Bett ist auch hochgestellt, mehr geht einfach nicht. Meine Angst dreht sich um die Entzündung des Kehlkopfs. Da gerade eine längerfristige chronische Entzündung des Kehlkopfs auch zu Krebs führen kann, will ich natürlich mit allen Mitteln versuchen, diesen Zustand zu verbessern. Meine Frage deshalb...gibt es weitere Medikamente, außer PPI, die eine solche Therapie unterstützen? Hat jemande Erfahrungen mit Kortison gemacht?

Viele Grüße

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admin
Administrator

46, Männlich

Beiträge: 104

Re: Kehlkopfentzündung durch stillen Reflux (Bilder)

von admin am 26.01.2016 13:04

Ich finde den Vorwurf auch etwas fehl am Platz. Für Pharmafirmen wäre es sicherlich zu teuer, hier einzelne Patienten zum Kauf einer Packung zu bewegen - die gehen an die große Öffentlichkeit. 

Zumal ein solches Hydro-Depot schon Sinn machen kann um die Symptome etwas in den Griff zu bekommen - ich denke aber nur als Zusatztherapie. Die Ursache bleibt ja unbehandelt und der Reflux kann dann immer noch heftigen Schaden anrichten (man überdeckt es nur).

Danke für deinen Post, Fluxi. 

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fluxi
Gelöschter Benutzer

Re: Kehlkopfentzündung durch stillen Reflux (Bilder)

von fluxi am 25.01.2016 22:21

....ich nehm´s schon übel, denn ein Verkäufer in einem Forum, wo sich maximal 2 Personen pro Tag verirren und durchschnittlich jede Woche ein Beitrag veröffentlicht wird, muß ja zwangsläufig noch für bekloppt gehalten werden....

nein Spass bei Seite

..... ich freue mich für jeden, dem ich irgendwie helfen konnte, denn ich ich habe in erster Linie von (den von mir gefilterten) Ratschlägen in den Foren profitiert und nicht von den Diagnosen der Ärzte

Ich nehme Deinen Einwand aber auf jeden Fall ernst und werde drüber nachdenken.
interessant nur, dass von einem Arzt genau so etwas erwartet wird: "Nehmen Sie Medikament xyz in genau dieser Dosis, das hilft am besten!" - da erwartet kein Patient, dass der Arzt sagt: "Kaufen Sie sich irgend eine Halsschmerztablette" und der bekommt die Gratifikationen der Arztneimittelfirmen......

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Markus

30, Männlich

Beiträge: 2

Re: Kehlkopfentzündung durch stillen Reflux (Bilder)

von Markus am 25.01.2016 21:38

Wirklich vielen vielen Dank für dein Antowort. Ich werde jetzt die PPI weiter nehmen und hoffen das es besser wird.. 
Nicht übel nehmen aber mir kommt es so vor als ob du mir was verkaufen willst, oder für dise Produkt Werbung machst? 

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fluxi
Gelöschter Benutzer

Re: Kehlkopfentzündung durch stillen Reflux (Bilder)

von fluxi am 25.01.2016 14:56

ich habe die Bilder gesehen und kann nur sagen,
es sieht/sah wie bei mir aus und selbst Spezialisten konnten nicht eindeutig feststellen, ob das jetzt richtig entzündet ist oder nicht.
2 Wochen PPI (z.Bsp. Panto(pra)zol) bei Stiller Reflux Halsschmerzproblematik ist viel zu kurz, das ist OK bei Magen/Sodbrennen-Problemen, das wirst Du auch immer wieder vom "Admin" hier lesen.
Wenn ich von meinem Fall schließe und wir davon ausgehen, dass Du stillen Reflux hast, dann mußt Du auf jeden Fall Geduld haben, 3 Monate von dem Moment, an dem man die richtige Therapie gewählt hat sind schon notwendig - mit den "Vorversuchen" vergeht da schnell mal mehr als ein halbes Jahr.....
Hast Du hier schon die verschieden Themen etwas durchgelesen?

Was mir sehr geholfen hat und immer noch hilft: GeloRevoice (rezeptfrei)
In Zeiten in denen es mit den Halsschmerzen schlimm war habe 4 mal täglich nach dem Essen eine Tablette ganz langsam im Mundwinkel zergehen lassen und auch zum Schlafen eine Tablette im Mund behalten (greift scheinbar auch nicht die Zähne an)
- damit das nicht zu sehr in die Kosten geht unbedingt 3´er Packung mit 60 Tabletten in Internetapotheken kaufen - ich zahle dafür gute 12€ - in der Apotheke bezahlst Du schon schnell 7€ für 20 St
Gute Besserung!

Ansonsten kann ich noch raten: Bitte lies mal etwas hier im Forum (so umfangreich ist das Forum auch wieder nicht), dann wirst Du schon einige Antworten finden.

Antworten

Markus

30, Männlich

Beiträge: 2

Kehlkopfentzündung durch stillen Reflux (Bilder)

von Markus am 25.01.2016 01:02

Hallo,

 

Ich leide seit 9 Monaten unter einer dauerhaftem Rachenentzündung die mein Leben sehr einschränkt. Jetzt hab ich mal tiefer in mein Hals geschaut und das gesehen:

https://picload.org/image/waglpir/snapshot0000013.jpg
https://picload.org/image/waglpia/snapshot0000002.jpg

Könnte das eine Kehlkopfentzündung sein, die auch mit meiner Rachenentzündung zusammenhängt? Ich weiß nichtmehr was ich tun soll. hab 2 wochen pantozol schon genommen und es hat nichts gebracht

Danke!!!!

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admin
Administrator

46, Männlich

Beiträge: 104

Re: Ist es ein stiller Reflux?

von admin am 13.01.2016 09:37

Hallo Peter,


Also:

Bei Verdacht auf Schlafapnoe (Tagesmüdigkeit, Halsschmerz am Morgen, Kopfweh am Morgen, etc.) sollte eigentlich ein Screening durchgeführt werden. Schlafapnoe sollte man nicht unterschätzen. Die Ursachen des Atemstillstandes sind unterschiedlich, erstmal geht es darum zu überprüfen ob du im Schlaf Atemaussetzer hast oder nicht. Dafür gibt es ambulante und stationäre Schlaflabore, also da würde ich schon mal nachschauen an deiner Stelle!

Was meinst du mit Nasenluft-Test? 
Durch das "Kehlkopf anschauen" kann man keinen Rückschluss auf einens stillen Reflux treffen. Sobald Rötungen zu erkennen sind, ist die Krankheit start fortgeschritten. Umgekehrt heisst es also nicht, dass "keine Rötung" auch "kein Reflux" bedeutet! Mir ist kein "Nasenluft-Test" bekannt der zur Diagnostik des stillen Reflux herangezogen wird. Standard ist pH Metrie im Rachen.

LG und weiterhin viel Erfolg. 



 

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Peter

37, Männlich

Beiträge: 2

Re: Ist es ein stiller Reflux?

von Peter am 08.01.2016 14:41

Hallo und danke für die Antwort.
Ich hatte mich vielleicht etwas unklar ausgedrückt, bzgl. des Gastrologen meinte er, dass nur an dem Magenverschluss erkennbar ist, dass sie nicht gänzlich schließt, das wäre aber nicht dramatisch, da die Speiseröhre völlig normal aussieht.

Die HNO sprach ja nicht von Schlafapnoe, sondern nur, dass nachts meine Nase zu ist und durch die vermehrte Blutzufuhr zum Kopf während des Liegens, die Schleimheit anschwellen, was widerum dazu führt, dass sie zu ist. Schlafapnoe ist doch verbunden mit Atemaussetzern oder verstehe ich dich gerade falsch.

Sie hat sich den Kehlkopf angesehen und meinte, dass dieser ganz normal aussehe und keinerlei Anzeichen für eine refluxbedingte Verätzung finden lassen, gänzlich ausschließen wollte sie es logischerweise auch nicht. Ging dann zum Nasenlufttest oder wie sich das nennt und extrem schlimm ist es nicht, aber normal sind die Werte nicht. Sie riet mir, mir zu überlegen, meine Nasenscheidewand richten zu lassen, da sie der Meinung ist, dass es mir dadurch besser gehen werde.

Trotzdem danke für die Hilfe :)

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admin
Administrator

46, Männlich

Beiträge: 104

Re: Ist es ein stiller Reflux?

von admin am 08.01.2016 11:29

Hallo, danke für deine detailierte Schilderung.

Wenn der Gastroenterologe Verdacht auf Reflux äußerst, verstehe ich nicht, wieso er eine "Einnahme nach Laune" von PPIs (Pantoprazol) empfielt: Die Schleimhaut im Rachen benötigt rund 8 Wochen dauerhafte Schonung bis sie sich regeneriert und ehe du eine Besserung verspürst. 

Deine HNO Ärztin hat natürlich schon recht: Eine Schlafapnoe kann durchaus das Problem sein. Durch das Zusammenfallen des Weichgewebes wird dein Körper "dazu gezwungen" durch den Mund zu atmen bzw. er versucht es. Die Folge ist ein ausgetrockneter Mund, der morgens wahnsinnig schmerz.

Wenn dein HNO aber den Verdacht hat: Wurdest du nicht diagnostiziert??? O_o Schlafapnoe ist ja kein "Pappenstiel" sondern sollte man schon ernst nehmen.

Andernfalls kannst du mal zu einem Reflux Spezialisten gehen, der mal die pH Werte im Rachen misst um einen Reflux auszuschließen:

http://stillerreflux.de/spezialisten-fuer-stiller-reflux.html

Die Symptome sind atypisch und können von Fall zu Fall auch anders ausfallen. Deswegen macht man ja auch eine Diagnostik :)

Liebe Grüße!

Antworten
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