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Florian

40, Männlich

Beiträge: 20

Re: Endostim - OP - meine Erfahrungen

von Florian am 19.12.2018 22:53

Hallo Jeanette,
.
schön, dass du mit uns deine Erfahrung teilst.
Ich sehe gerade, dass du deine Beschwerden in einem anderen Thread beschrieben hast. Mich würde noch interessieren welche Untersuchungen du vor der OP hast machen lassen und welche Diagnosen von den Ärzten gestellt wurden.
.
Schöne Grüße und weiterhin gute Besserung
Florian

Antworten Zuletzt bearbeitet am 19.12.2018 22:57.

Jeannette

52, Weiblich

Beiträge: 3

Endostim - OP - meine Erfahrungen

von Jeannette am 18.12.2018 22:02

Meine Endostim-OP

Wer vor der gleichen Entscheidung steht, wie ich vor ein paar Wochen, möchte vielleicht gern wissen, was einen erwartet.
Deshalb möchte ich euch meine Erfahrung mitteilen.

Vor sieben Tagen wurde mir das Endostim implantiert. 
Ich ging einen Tag vor der OP ins Krankenhaus. Am Abend dieses Tages wurde bereits auf Flüssigkost umgestellt. Weiterhin wurde ein Einlauf gemacht. 
Die OP selbst verlief unproblematisch in 1,5 Stunden. 
Beim Aufwachen merkte ich als erstes einen heftigen Druck auf dem Brustkorb. Ich bekam schlecht Luft. Bis zum Abend gab sich das dann wieder.
Es wurden vier Schnitte gemacht. Der längste unter dem Nabel. Diese schmerzten verhältnismäßig wenig.
Insgesamt fühlte sich mein Bauchbereich an, als läge ein schwerer Stein darauf. Am Tropf mit Schmerzmitteln versorgt, war es erträglich. Liegen konnte ich nur flach auf dem Rücken.
Zum Aufstehen musste ich mich am Bettgriff hochziehen. Stehen und laufen war problemlos möglich.

1.Tag
Am OP Tag (nach der OP) selbst, durfte ich eine halbe Tasse Tee trinken. Das war fast nicht machbar. 
In Abständen verkrampfte das Zwerchfell und konnte nur mit mehrmaligen tiefen Atmen entspannt werden. Nach zwei-drei Attacken hintereinander war ich klatschnass geschwitzt vor Schmerzen. 
Von trinken konnte an diesem Tag keine Rede sein. Ich nahm einen winzigen Schluck in den Mund und schluckt ihn in drei Portionen um überhaupt etwas runter zu bekommen. Die halbe Tasse war nicht zu schaffen. Durch das einseitige Liegen war die Nacht nicht erholsam.

2.Tag
Am zweiten Tag sollte ich aufstehen. Waschen, zur Toilette gehen und ähnliches ging unproblematisch. Überhaupt war stehen die entspannenste Variante.
Ich sollte so viel Tee wie möglich trinken. Mehr als die o.g. Schlucke gingen nicht runter. Ich kam auf zwei Tassen. Zusätzlich begann sich neben dem Zwerchfell nun auch noch der Magen und der gesamte Unterbauch bis hin zu den Nieren in Etappen zu verkrampfen gepaart mit einem flauen Gefühl im Magen. Alles recht schmerzintensiv.
Immer nach hing ich am Tropf mit Schmerzmitteln.

3.Tag
Ab dem dritten Tag gab es 3 x täglich Suppe und Tee so viel ich schaffe. Die erste Suppe gab es zum Frühstück. Nach vier Löffeln und einer halben Tasse Tee war ich  voll. Kaum hatte ich die Nahrung im Magen begannen wieder die Krämpfe. Etwa 10 Minuten danach übergab ich mich. Den gelieferten Joghurt als Zwischenmahlzeit rührte ich erst gar nicht an. 
Mittags versuchte ich es erneut mit nur zwei Löffeln Suppe. Wieder krampfte sich der gesamte Brustkorb und der Bauchraum zusammen. Das ging und kam. Immer hatte ich das Gefühl, mich gleich übergeben zu müssen. Zum Abend hin wurden die Krämpfe so massiv, dass ich innehalten muss, solange sie anhielten. Dennoch aß ich abends zwei weitere Löffel Suppe. 
Nachts waren die Beschwerden so heftig, dass ich zitternd im Bett lag und später 2 Stunden auf der Bettkannte saß. Nach einer zusätzlichen Schmerzdosies war es erträglich.

4.Tag
Am Morgen dieses Tages spürte ich von den nächtlichen Krämpfen nichts mehr. Der ganze Tag über verlief mit deutlich leichteren Krampfanfällen. Alles immer noch mit dem Schmerztropf. 
Die Übelkeit verschwand leider nicht, schwächte sich aber ab. Die Krampfanfälle kamen auch in größeren Abständen. Mittlerweile konnte ich auch vorsichtig auf der Seite liegen.

5.Tag
Der Tropf wurde entfernt. Ein Liter Tee schaffte ich zu trinken. Jetzt konnte ich auch zwei Schlucke hintereinander nehmen. Insgesamt konnte ich nur kleine Mengen aufnehmen. Die Krämpfe waren auf ein erträgliches Maß zurück gegeangen. Bewegen konnte ich mich schon sehr gut. Einen Spaziergang von zwei Stunden unternahm ich ohne Schwierigkeiten.

6. Tag
Kleine Portionen Suppe und Tee waren kein Problem. Insgesamt fühlte ich mich den Umständen entsprechend gut.

Entlassung
Nach der Entlassung wurden 3 Wochen Flüssignahrung empfohlen und eine Behandlung mit MCP und Pantoprazol.
Nachdem die Beschwerden rundherum nachließen, merke ich jetzt, wenn das Endostim arbeitet. Es läuft 16 x 20 Minuten pro Tag. 
Die nächste Zeit heißt es also enthaltsam zu essen. Die ganze Zeit im Krankenahaus hatte ich trotz der wenigen Nahrung nie Hunger oder Heißhunger.

Für meine Beschwerden hat das Endostim bereits nach den 7 Tagen ersten Erfolg gezeigt.

Fazit: So harmlos wie mir der Eingriff vorgestellt wurde, empfand ich ihn nicht. Sollte sich weiterer Erfolg einstellen, bereue ich den Eingriff nicht.
Für die Damen unter euch: Drei von vier Schnitten sind im Bauchbereich später im Bikini sichtbar. Ich bezeichne mich als sehr schlank. Das Gerät verursacht eine Wölbung des Bauches an der Stelle wo es sitzt.

Für alle die diesen Eingriff vor sich haben, wünsche ich gutes Durchhaltevermögen!

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Florian

40, Männlich

Beiträge: 20

Re: Wie ich meinen Stillen Reflux in den Griff bekommen habe

von Florian am 17.12.2018 20:44

Hallo Volker,
Schwellungen wurden bei mir nicht festgestellt. Bei mir war im Kehlkopfbereich alles gerötet.
Hast du es mal mit einer Ernährungsumstellung probiert? Ich denke du kannst mit einer säurefreien Ernährung (siehe oben) und dem trinken und grugeln von alkalischem Wasser schon einiges erreichen. Inhalieren mit Salzwasser tut auch immer gut, wenn der Hals gereizt ist ;)
Viele Grüße
Florian

Antworten Zuletzt bearbeitet am 17.12.2018 20:45.

kekskitty

65, Männlich

Beiträge: 3

Re: Wie ich meinen Stillen Reflux in den Griff bekommen habe

von kekskitty am 14.12.2018 14:22

Das muss ich noch hinzufügen. Durch diese Kelhkopfreizung kommt es bei mit auch zu diesem blöden Reizhusten

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kekskitty

65, Männlich

Beiträge: 3

Re: Wie ich meinen Stillen Reflux in den Griff bekommen habe

von kekskitty am 14.12.2018 14:16

Hallo Florian,
danke für Deine Antwort. So ähnlich stellt es sich bei mir auch dar. Auch mir wurde die Restech Messung angeboten zu ähnlichen Kosten. Auch ich gehe von HNO zu HNO Arzt.
Meine aktuellen Probleme reduzieren sich auf einen gereizten Kehlkopf, deren Beschwerden ich nicht loswerde. Dabei redet der HNO Arzt von leichten Schwellungen. Kommt Dir das bekannt vor?
Gruß
Volker

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Cruizyy

33, Männlich

Beiträge: 1

Re: Wie ich meinen Stillen Reflux in den Griff bekommen habe

von Cruizyy am 29.11.2018 19:31

Hallo Florian,

ich habe dir mal eine PN geschickt! 

Lieber Gruß,
Henry

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PrvtCowboy

41, Männlich

Beiträge: 2

Re: Wer kennt das REZA / Refluxband - baut es euch doch selber? :)

von PrvtCowboy am 26.11.2018 17:39

Hallo Florian,
gefühlt morgens ja, der Hals hat nicht mehr so gebrannt wie sonst. sonstige Veränderungen habe ich keine Feststellen können.
Habe mir nun für fast 280 € inkl. Zoll das original aus den USA besorgt, gerade nach dem Essen abends merke ich wie die "Blockade" wirkt.. :) Trage es quasi von 20:00 - 07:00 Uhr täglich seit ner Woche.
Weitere Schlüsse mag ich noch nicht ziehen, habe zeitgleich die Heidelberger Kräuter (aus nem anderen thread empfohlen) eingebaut und bin jetzt uach skeptisch... also nicht weiter drüber nachdenken, sobald signifkant was passiert wirst du es hier lesen!
LG

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Florian

40, Männlich

Beiträge: 20

Re: Gutes Hintergrundwissen, oder nur Geldschneiderei?

von Florian am 25.11.2018 18:39

Hallo,
nehmt es mir nicht übel, aber ich denke der Herr hat sich einiges an Mühe gegeben um die Informationen zusammenzutragen und möchte dafür entlohnt werden. Deshalb wäre es wohl unfair seine Arbeit einfach so zu veröffentlichen. Wenn jemand Informationen haben will, sollte er auch dafür bezahlen. Ob der Preis gerechtfertigt ist, ist eine andere Frage.
Für meinen Teil kann ich sagen, dass ich auch ohne diese Seite genügend Informationen im Internet gefunden habe um meine Beschwerden in den Griff zu bekommen.
VG

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Florian

40, Männlich

Beiträge: 20

Re: Wer kennt das REZA / Refluxband - baut es euch doch selber? :)

von Florian am 25.11.2018 18:32

Hallo PrvtCowboy,
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und wie sind Deine Erfahrungen bisher? Haben sich Deine Beschwerden verbessert?
Ich habe mir auch das Band gebaut und trage es Nachts. Bin mir aber nicht sicher ob die stetige Verbesserung dadurch kommt, oder durch die ganzen anderen Maßnahmen, denn eigentlich habe ich meinen Beschwerde-Peak immer Nachmittags/Abends, was wohl durch die Nahrungsaufnahme/-verdauung kommt.
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Viele Grüße

Antworten

Florian

40, Männlich

Beiträge: 20

Re: Wie ich meinen Stillen Reflux in den Griff bekommen habe

von Florian am 25.11.2018 18:22

Hallo Volker,
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der Stille Reflux wurde aufgrund der Symptome und Kehlkopfspiegelungen diagnostiziert. Die Symptome bei mir waren und sind absolut von der Ernährung abhängig. Beispielsweise wenn ich Cola getrunken habe und ein paar Minuten später den Schaum /Kohlensäure wieder aufgestoßen habe, hatten sich die Beschwerden sofort und in den Tagen danach wieder deutlich verschlechtert. Oder nach üppigeren Mahlzeiten konnte ich ca. 30 - 60 Minuten später die Säure im Hals und Mund förmlich schmecken. Außerdem verbesserten sich die Symptome, wenn ich keine Nahrung und nur Wasser zu mir genommen habe (Fastentage).
.
Wie ich oben geschrieben habe, war ich bei einem Gastroenterologen, welcher mir nicht weiterhelfen konnte. Der anschließende HNO diagnostizierte bereits korrekt, konnte mir aber auch nicht wirklich weiterhelfen. Ich war dann bei einem zweiten HNO den ich aus der Liste von Spezialisten bei stillerreflux.de gefunden hatte. Dieser bestätigte mir die Diagnose und bot mir eine 24h pH-Metrie an, um festzustellen wann der Säuregrad im Hals am höchsten ist. Ich wollte jedoch erstmal mit meiner Versicherung klären, ob diese die Kosten in Höhe von 350€ übernehmen. Leider übernehmen sie die Kosten nicht. Da sich meine Beschwerden mittlerweile um ca. 80 - 90% gebessert haben und ich auch beschwerdefreie Tage habe, wollte ich die weitere Entwicklung bis zum nächsten Jahr abwarten. Falls es dann immer noch nicht komplett weg ist, werde ich die Messung machen, jedoch erwarte ich mir nicht sehr viel davon, da ich dann nur das erfahren werde, was ich eh schon weiß.
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Viele Grüße
Florian

Antworten Zuletzt bearbeitet am 25.11.2018 18:23.
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