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Re: Reflux und was nun?
von Mila1981 am 21.01.2015 15:43Hallo nochmal,
Morgendliches Erbrechen habe ich sonst nie, ich habe einen schnellen ausgeprägten Würgereiz und deshalb kam es heute früh durch Benutzung von Zahnbürste und vor allem des Zungenschabers dazu das ich heute morgen leicht erbrochen habe. Dabei habe ich Schleim mit bissl Blut gesehen neben div. Essensresten vom Vorabend.
Habe vorhin mit meiner Hausärztin gesprochen und das erklärt, sie meinte da ich nicht ständig erbreche, will sie abwarten ich soll die pantoprazol 20 mg jetzt doch länger nehmen bis zum 23.02. Da habe ich den nächsten Termin bei ihr und halt Ernährung umstellen. Da ich nicht ständig erbreche, mir nicht übel ist und ich keine weiteren Beschwerden habe, kein Stuhl (schwarz) oder Kaffeesatz erbrechen will sie abwarten.
Es war nur ganz wenig blut, könnte ggf auch von der Nase sein? Da ich früh immer den ganzen Schleim hinter ziehe und runter schlucke um das Schleimgefühl los zu werden.
Ich weiß nicht was ich jetzt tun soll, nochmal hno? Und zusätzlich gastroenterologe? Was sollen die mir aber noch sagen was nicht in dem Befund der Magenspiegelung geht.
Ich kann ja jetzt auch nicht bewusst das erbrechen herbeiführen um zu gucken ob das mit dem Blut immer noch so ist.
Danke schonmal für deine hilfe.
Lg mila
Re: Reflux und was nun?
von admin am 21.01.2015 14:39Reflux bedeutet erstmal nichts anderes als der Rückfluss des Mageninhaltes in die Speiseröhre. Ab einer bestimmten Häufigkeit und Dauer dieser Refluxepisoden, können je nach Höhe des Rückflusses die Schleimhaut in der Speiseröhre (GERD) oder aber die Schleimhaut im Rachen (LPR) beschädigt werden. Blutiger Schleim und morgendliches Erbrechen würde ich schon genauer untersuchen lassen. Was sagt denn dein Hausarzt zu Blut und Erbrechen?
Re: Reflux und was nun?
von Mila1981 am 21.01.2015 13:03Hallo,
vielen Dank für Deine Antwort.
Ich leider vor allem unter Globusgefühl/ Kloß im Hals, Reizhusten (vor allem Morgens), belegte heisere Stimme, Halsbrennen. Symptome im Magen/ Brustbereich habe ich nicht.
Lt. meiner Hausärztin wurde mein Reflux (ist es ein GERD lt. Befund? Ich habe Null Plan) festgestellt. Macht es Sinn den stillen Reflux noch zu testen?
Mir macht der blutige Schleim beim heutigen morgendlichen Erbrechen Sorgen, trotz PPI's und es wird nicht besser.
Und wenn man dann im Internet noch über die Nebenwirkungen der PPI's liest wird einem ja eh schlecht.
Ich weiß nicht so recht wie ich jetzt weiter vorgehen soll.
Lieben Dank! Mila1981
Re: Reflux und was nun?
von admin am 21.01.2015 12:41Hallo,
welche Hauptsymptome verspürst du denn? Bei Symptomen im Rachen/Halsbereich würde ich einen Spezialisten im HNO Bereich aufsuchen (siehe: http://www.stillerreflux.de/spezialisten-fuer-stiller-reflux.html). Verspürst du die Symptome im Magen/Brutsbreich eher einen Gastroenterologen. Wahrscheinlich wird als Therapie ohnehin ein Zusammenwirken der beiden Fachbereiche notwendig.
Re: Ausheilen einer chronischen Kehlkopfentzündung
von admin am 21.01.2015 12:37pH-Werte von unter 5,5 im Rachen sind hoch pathologisch, also krankmachend. Solche pH-Werte haben im Rachen nichts zu suchen und schädigen die Schleimhaut im Rachen. Dazu gibt es auch unzähliche Studien und wird in der Fachwelt auch nicht angezweifelt. Die Schleimhaut im Rachen hat keine Pufferfunktion für pH-Werte unter 6,5. Dabei wird ein Enzym aktiviert - das Pepsin. Pepsin ist ein Enzym, welches im Magen den Mageninhalt andaut. Normaler pH-Wert im Rachen liegt irgendwo zwischen 7,0 und 7,5. Da dieses Pepsin die Schleimhaut nun angreift, hat eine PPI-Therapie erst nach 8 Wochen Effekte. Die Schleimhaut benötigt Zeit zur Heilung. Manchmal kann dies sogar länger dauern.
Gerade in der Nacht sind Refluxepisoden typisch, da der Schluckreflex zur Reinigung der Speiseröhre fehlt und der Körper in liegender Position einen Rückfluss des Mageninhaltes begünstigt. Daher wird als Therapie-Option häufig zusätzlich das Erhöhen des Kopfendes herangezogen. Zusätzlich eine PPI-Therapie am Abend. Welche Dosis nimmst du ein?
Reflux und was nun?
von Mila1981 am 21.01.2015 10:13Hallo,
ich bin neu hier im Forum und weiß auch nicht ob mein Thema/ meine Frage zum stillen Reflux passt.
Meine Leidensgeschicht begann im Sept. 2014, da bemerkte ich, dass ich immer häufiger aufstoßen muss. Dachte mir aber nichts weiter dabei. Im Okt. 2014 hatte ich dann eine Halsentzündung die mit Antibiotika behandelt wurde. Es blieb das GEfühl eines Kloßes im Hals (Kehlkopf rechts), der stressbedingt auch mal schlimmer wurde (vermutet wird, dass es von der HWS Kiefer kommt, ich merke auch selbst, wenn ich mich verspanne wie die Muskeln sich anspannen und es dann hart wird). Weiterhin besteht seit der Zeit leichter Reizhusten, ständiges Räuspern, da Gefühl von Schleim im Hals (vor allem früh), Stimme leicht heiser (umso mehr ich spreche).
War beim HNO der führte eine Kehlkopfspiegelung aus, da war wohl alles ok auch mit Stimmbändern (wurde aber nur mit so einem Spiegel in den Hals geguckt, nicht mit so einem Schlauch), aber sie sah am Speiseröhreneingang das es ein bisschen rot ist. Magenspiegelung im Dez 2014 ergab folgenden Befund:
Gastroskopie:
im Ösophagus mässiger Rückstau von Magensaft, leichte Hiatusinsuffizenz, grössere Kaskade, Magen- SH normal, runder Pylorus, Duodenum oB, PE
Dauertherapie:
Esskultur und Ernährung besprochen, Probiotica sinnvoll
Die Gewebeproben ergaben
- geringgradige chronische nichtaktive Gastritis
Ich nahm schon seit Nov. auf Anraten meines Hausarztes Pantoprazol 20 mg 0-0-1, die Beschwerden wurden auch besser, aber weg war es nie.
Seit ein zwei Wochen ist es wieder schlimmer, Hals fühlt sich entzündet an, ich wieder zum Hausarzt (auch zum Auswerten der Befunde)
Mein Hausarzt meint ich soll jetzt die Pantoprazol 10 Tage 1-0-1 20 mg nehmen, dann wieder auf 0-0-1 20 mg gehen und dann hat sie mir noch 6 x manuelle Therapie Nacken/ Kiefer 2 x wöchentlich aufgeschrieben (weil sie vermutet, dass das Globusgefühl auch von Verspannungen kommt). Ernährung umstellen.
Nun bemerke ich seit ein paar Tagen, beim Nase putzen, dass da immer ein bisschen blutiger Schleim dabei ist. (das habe ich aber beim Hausarzt vergessen zu sagen, weil ich dachte es steht nicht im Zusammenhang mit dem Reflux) Heute morgen beim Zähneputzen kam ich mit der Zahnbürste ein wenig zu weit nach hinten und da ich da sehr empfindlich bin, musste ich ein wenig erbrechen, da war auch ein wenig blutiger Schleim. (Die Magensäure schein tatsächlich die ganze Speiseröhre hinauf zu stehen, ich hatte seit gestern Abend um 19.00 Uhr nichts mehr gegessen)
Wie soll ich hier weiter verfahren? Soll ich nochmal zum Hausarzt gehen und/ oder nochmal zum Facharzt (wo gehe ich damit hin? Zum HNO oder zum Gastroentrologen? zum Internisten?).
Ich bin echt ratlos und verzweifelt, ich muss nun die PPI nehmen (da habe ich schreckliche Angst wg. Krebs, die kann ich doch nicht ein Leben lang nehmen, wenn das Krebsrisiko um 60 % steigt), Ernährung umstellen (ich weiß gar nicht was ich überhaupt essen kann/ darf, so esse ich zur Zeit so gut wie nichts aus Angst alles noch schlimmer zu machen), Schmerzen habe ich keine, auch kein Sodbrennen, lediglich dieses Gefühl von Halsentzündung. Überlege schon wegen dem linx Ring oder Fund. OP.
Kann mir jemand Tipps geben, sollte ich auf stillen Reflux auch nochmal testen lassen oder macht das keinen Sinn mit der o.g. Diagnose?
LG Mila1981
Re: Ausheilen einer chronischen Kehlkopfentzündung
von Ferris_Bueller am 20.01.2015 17:18Bei mir wurde eine 24Std. PH-Metrie im Rachen durchgeführt. Dabei kam heraus, dass der PH-Wert im Rachen in der Nacht auf 5,5 sank. Eine befreundete Ärztin sagte mir allerdings, dass ein solches Absinken keinesfalls ungewöhnlich sei und eigentlich der direkte Schluss auf den Reflux erst durch die Beschwerden zustande kommen würde. Das klingt für mich dann tatsächlich ein bisschen wie ein Zirkelschuss bzw. eine Selffullfilling-Prophecy: Aufgrund der Reflux-typischen Beschwerden wird eine PH-Metrie durchgeführt, die zu einem Ergebnis kommt, dass nicht ungewöhnlich ist und hieraus wird dann aber aufgrund der Beschwerden ein stiller Reflux geschlossen. Ich wollte im nächsten Schritt einmal einen ernährungsberater aufsuchen. Mein Arzt hatte mir hier eine Liste nach der Dropping Acid Diet zukommen lassen - und sich hierfür auch noch recht gut bezahlen lassen... Nun gehe ich nochmal zu einem Profi. Außerdem habe ich in einem Fachartikel gelesen, dass die Behandlung von LPR (was die Fachbezeichnung des stillen Refluxes ist) eine sechsmonatige Therapie mit PPIs umfasst.
Re: Nun hat das Kind endlich einen Namen!
von admin am 20.01.2015 15:56Hallo und lieben Dank für deinen Post!
Wie wurde denn die Krankheit diagnostiziert bzw. wer hat dir PPIs verschrieben?
Ich würde an deiner Stelle zu einem Spezialisten gehen, der da nötige Equipment für die Diagnostik (pH Metrie im Rachen über 24 Stunden) besitzt. Schau mal unter www.stiillerreflux.de unter Spezialisten. Daraus lässt sich nämlich eine mögliche Therapie ableiten:
PPI? Wenn ja, Dosis? Dauer der Therapie? Zeitpunkt der Einnahme morgens, abends oder beides?
Nächtliche Refluxepisoden?
Wie stark ist die Säurebelastung um ggf. andere Krankheiten auszuschließen?
Liebe Grüße
Re: Ausheilen einer chronischen Kehlkopfentzündung
von admin am 20.01.2015 15:53Ok, und welche Diagnostik wurde bei dir angewendet? pH-Metrie in der Speiseröhre oder im Rachen?
Ungeklärterweise wirken trotz selben Wirkstoffes PPIs je nach Marke unterschiedlich bei Patienten.Vielleicht sprichst du nochmal deinen Arzt an? Wann erfolgen denn die Refluxepisoden? In der Nacht?
Re: Ausheilen einer chronischen Kehlkopfentzündung
von Ferris_Bueller am 20.01.2015 12:40Ich habe die PPIs am Anfang des vergangenen Jahres genommen. Die Marke weiß ich leider nicht mehr - ich glaube es war Omeprazol. Ich habe Sie aber über drei Monate eingenommen. Die ersten 6 Wochen 40mg am Morgen und am Abend jeweils eine Stunde vor dem Essen. Dann 4 Wochen 2x20mg und dann 1x20mg am Morgen. Hat leider keinen Fortschritt bei mir gebracht :( Viele Grüße


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