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fluxi
Gelöschter Benutzer

Re: Stiller Reflux seit 5 Jahren - Ich weiß nicht mehr weiter...

von fluxi am 11.02.2016 22:02

Hi Tobi,
ich hatte z.Bsp. kein Druckgefühl im Kopf beim nach vorne beugen,
Schnarchen könnte ein Hinweis auf Sinusitis sein, oder wenn man bei Atmung durch den Mund wesentlich besser Luft bekommt als bei Nasenatmunng - ein CT  um Sinusitis festzustellen ist auf jeden Fall recht einfach gemacht (die Operation hat es dann im Fall des Falles eher in sich!)

Zur ph-Metrie kannst Du ja mal meine Beiträge lesen und vergleichen
https://stiller-reflux.yooco.de/forum/helicobacter_pylori_als_ursache-23981975-t.html#24329189
Ich habe auch die Diagnose bei mir nicht wirklich nachvollziehen können und so geht es mir auch bei Deinem Protokoll, was auf jeden Fall bei Dir auffällt ist: es gibt gar keine richtige/typische "Nachtabsenkung" des ph-Werts..

Ich denke am meisten kann man sich mit der Ernährung verückt machen, weil es einen gewissen Einfluß in Kombination mit 1000 anderen Einflußfaktoren hat, aber nicht die Lösung des Problems ist.....

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tobi2810

35, Männlich

Beiträge: 7

Re: Stiller Reflux seit 5 Jahren - Ich weiß nicht mehr weiter...

von tobi2810 am 11.02.2016 20:16

Hi fluxi,

Eine Sinusitis wurde eigentlich immer ausgeschlossen, da ich nicht die typische Symptome dafür habe (z.B. Druckgefühl im Kopf beim nach vorne beugen). Allerdings eine Untersuchung um dies eindeutig auszuschließen wurde nicht gemacht. Sollte ich vielleicht doch mal eine Endoskopie bzw. eine CT machen lassen?

Dann habe ich mir nochmal den Graph meiner ersten 24h-pH-Metrie angesehen. Ich bin jetzt etwas unsicher, da der pH-Wert bei mir überhaupt nicht so stark absinkt. Mir kreisen einfach zu viele Gedanken im Kopf herum...
Was haltet ihr davon?

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fluxi
Gelöschter Benutzer

Re: Stiller Reflux seit 5 Jahren - Ich weiß nicht mehr weiter...

von fluxi am 11.02.2016 17:18

Hi Tobi,
auch ich finde mich in Deiner Beschreibung (auch in der Medikamentierung und den Maßnahmen) sehr gut wieder, nur bin ich 20 Jahre älter und meine Leidensgeschichte ist bewußt nur 2 Jahre, unbewußt vielleicht 3 Jahre....also du hast auf jeden Fall mein Verständnis...

 

was habe/hatte ich nicht
keinen Tinitus
keine Schilddrüsenerkrankung, wobei das auch schon mal für meine Halsschmerzen im Verdacht stand
Rachen wurde bei mir nicht für feuerrot befunden, sondern "nur leicht gerötet", wobei da wahrscheinlich viel persönliche Interpretation drin ist
keine Gallenblaseentfernung aufgrund von Gallensteinen
Gaviscon Advance hatte ich auch 1 Jahr genommen, aber jetzt seit einem halben Jahr nicht mehr und habe keine Auswirkung verspürt

was habe/hatte ich dafür
eine 2cm Hiatus-Hernie
Helicobacter pylori
Pansinusitis mit Operation der "Polypen"
im Gegensatz zu Dir mache ich weniger Sport dafür teilweise sehr anstrengende Wald-/Gartenarbeit

Vor der "Polypen"-Operation hatte ich auch mehrere der von Dir beschriebenen langwierigen Seitenstrangangina mit teilweise Antibiotikaeinnahmen - seitdem diese ganzen Nasen/Stirn/Nebenhöhlen durch die Operation "freigeräumt wurden, niese/schnaube und huste ich scheinbar diese Entzündungen relativ problemlos ab --> aber Du warst schon bei so vielen HNOs, dass man Sinusitis ausschließen kann!

Was ich Dir sehr sicher sagen kann: das Krafttraining ist wohl fatal für stiller Reflux. Die einzige Erkältung seit der "Polypen"-Operation, die der Rede wert ist, hatte ich nach Waldarbeit bei der wir kleine Bäumchen mit Wurzeln ausgerissen haben - dabei entsteht wohl wie beim Krafttraining großer Druck auf die inneren Organe (ich habe mich dabei nicht mal so angestrengt wie die anderen und hatte keine Rückenschmerzen, aber die Belastung reichte wohl schon)

Ich kann Dir auch sagen, dass bei mir die Lebensfreude teilweise enorm eingeschränkt ist: mit diesem besch..... Gefühl im Hals/Mund/Rachen und den Entzündungen dort kann ich mich schon irgendwie abfinden, aber, dass ich eigentlich alle Handwerklichen/Wald/Gartenarbeiten bei denen ich mich körperlich stärker betätige nicht mehr machen kann trifft mich schon sehr - gerade daraus habe ich die meiste Kraft in den letzten 6-7 Jahren geschöpft....

P.S:
Deine Schilderung, v.a. da bei Dir keine Hernie und keine Helicobacter gefunden wurde bringt mich ja dazu Vermutungen anzustellen, dass die Ursache für stillen Reflux noch erst gefunden werden muss (ähnlich wie damals bei Helicobacter, wo sich auch kein Mediziner vorstellen konnte, dass ein Bakterium im Magen überleben kann).

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nibbana
Gelöschter Benutzer

Re: Stiller Reflux seit 5 Jahren - Ich weiß nicht mehr weiter...

von nibbana am 11.02.2016 14:55

Hallo Tobi,

ich wollte dir kurz Feedback geben. Möchte dies aber nicht öffentlich machen, sondern über eine private Nachricht. Dies klappte aber leider hier im Forum nicht. Deshalb kannst du mich gerne unter meiner privaten Adresse: [email protected] erreichen.

Viele Grüße

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tobi2810

35, Männlich

Beiträge: 7

Re: Stiller Reflux seit 5 Jahren - Ich weiß nicht mehr weiter...

von tobi2810 am 10.02.2016 17:09

Hi nibbana,

Dann drücke ich dir die Daumen, dass der HNO was drauf hat und bin schon gespannt über deinen Bericht :).

Nochmal zum Protein, ich habe mir jetzt das Reisprotein Neutral von ESN bestellt (davor hatte ich es mit Cinnamon Roll Geschmack). Da muss ich jetzt wahrscheinlich eine Banane dazu mixen oder ein Reisdrink verwenden.
Mit den Milchprodukten bin ich bei mir nich so sicher. Ich hatte mir vor 2 Wochen seit langem mal wieder eine Pizza bestellt (sonst mache ich mir die selbst aus glutenfreiem Mehl und dann auch ohne Käse und Ajvar anstatt Tomatensoße) und ich hatte 10 Minuten nach dem Essen so unfassbare Blähungen wie noch nie und der Geruch war auch nicht ohne. Vielleicht habe ich doch ein Problem mit Laktose. Naja, ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt ohne Milchprodukte auszukommen, von daher wäre eine Laktoseintoleranz jetzt nicht so tragisch.

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nibbana
Gelöschter Benutzer

Re: Stiller Reflux seit 5 Jahren - Ich weiß nicht mehr weiter...

von nibbana am 10.02.2016 16:10

Hallo Tobi,

tja, ich habe morgen meinen Termin in Mosbach Ich kann dir dann berichten.

Ich habe auch ein natürliches Reisprotein von Sunwarrior. Etwas teuer, aber gute Qualität und komplett ohne Zusätze. Kann man gut in einen Shake mixen. Tja, den hatte ich in den Smoothies, also momentan steht die Dose einfach rum, da mit Training eh nichts ist.

Bei der Ernährung sind wir sehr ähnlich. Esse auch fast nur weißes Fleisch und Fisch. Ich sehe aber kein Bedarf, darauf zu verzichten. Im Gegenteil, bei Reflux sollte man eigentlich immer gut Eiweiß dabei haben. Seit ich mit dem Smoothie aufgehört hatte, fing ich wieder an, Obst mit Quark oder Yoghurt zu essen. So dass bei den Kohlenhydrate immer auch Eiweiß dabei ist. Ich hab den LPR in einer Zeit bekommen, in der ich mich komplett milchlos ernährt hatte. Also mit Milch hat das, zumindest bei mir, nichts zu tun. Ich hatte eher das Gefühl, als ich früher regelmäßig Quark und Yoghurt gegessen hatte, dass es mir körperlich besser ging. Wie gesagt, bis auf die Haut. Aber wenn man mit der Haut keine Probleme hat und sonst Milchprodukte gut verträgt, gibt es keinen Grund, komplett darauf zu verzichten. Man muss ja nicht jeden Tag ein Kilo Quark essen

Das mit dem Sport ist echt schei....Beim Krafttraining entsteht einfach dieser Druck beim Pressen, was für den Hals einfach nicht so gut ist. Ich war auch relativ gut durchtrainiert, auch vom Kampfsport her. Und jetzt ??? Das drückt schon die Stimmung. Ich hoffe trotzdem auf das Frühjahr und dann möchte ich mit etwas Kraftausdauer wieder anfangen So bleibt momentan nur das Joggen oder der Cross-Trainer

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tobi2810

35, Männlich

Beiträge: 7

Re: Stiller Reflux seit 5 Jahren - Ich weiß nicht mehr weiter...

von tobi2810 am 10.02.2016 15:27

Ich wollte den vorherigen Beitrag noch editieren, hat aber wohl zu lange gedauert mit dem Schreiben...

Auch danke an dich nibbana für deine Antwort.
Du scheinst wirklich ähnliche Probleme mit dem stillen Reflux wie ich zu haben. Ich habe auch mit dem Essen schon so einiges probiert und auch schon einiges gefunden, dass ich nicht so gut vertrage. Tomaten gehören bei mir auch dazu. Das mit dem zu viel auf einmal trinken habe ich mittlerweile auch abgestellt. Ich habe früher nach dem Krafttraining natürlich den obligatorischen Proteinshake zu mir genommen. Waren dann so 400-500ml und wurden natürlich fast komplett in einem Zug getrunken. Aktuell versuche ich die Diät aus "Dropping Acid". Ich lasse alle sauren Lebensmittel weg und vor allem die Nahrungsmittel die schwerer verdaulich sind und auch blähend wirken. Beim Obst habe ich momentan hauptsächlich Bananen, Birnen, Himbeeren und Heidelbeeren. Gemüse so Sachen wie Karotten, Zucchini, Aubergine, Pilze, Paprika... An Fleisch zu 95% Pute oder Hähnchen vom Bauern um die Ecke. Fisch meistens TK, also Lachs, Wildlachs, Thunfisch oder Kablejau. Ich hatte auch schon überlegt einmal für 1-2 Monate auf Fleisch und Fisch zu verzichten, nur dann wüsste ich kaum wie ich meinen Eiweißbedarf decken sollte. Ich habe zwar ein Reisprotein da, aber mittlerweile frage ich mich sogar ob der Süßstoff (Sucralose, Acesulfam K) darin vielleicht auch ungünstig für mich ist und ob ich auf ein neutrales Protein wechseln sollte. Man merkt schon, ich mache mir auch schon zu viele Gedanken bezüglich des Essens... Und wie du es gesagt hast, es dreht sich irgendwann alles nur noch um das Problem stiller Reflux. Aber ohne das sich wirklich etwas bessert kommt man da doch kaum raus oder? Noch dazu kommt natürlich, dass man sich über die Jahre mit dem Training auch eine gute körperliche Verfassung antrainiert hat. Ich kann schon fast zusehen wie alle aufgebauten Muskel nach und nach verschwinden und das zieht mich noch zusätzlich runter. Vor knapp einem Jahr, nur um ein Beispiel zu nennen, war ich bei knapp 90kg Kniebeugen bei 10-12 Wiederholungen. Als ich vor 3 Wochen einen Versuch gewagt hatte wieder anzufangen, schaffte ich nur noch 30kg bei den 10-12 Wiederholungen. Ich hoffe einfach immer noch, dass sich meine Symptome doch noch spürbar bessern oder dass ich den Auslöser für meine Refluxbeschwerden finden kann.

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tobi2810

35, Männlich

Beiträge: 7

Re: Stiller Reflux seit 5 Jahren - Ich weiß nicht mehr weiter...

von tobi2810 am 10.02.2016 15:08

Hi,

Schon einmal danke für die schnelle Antwort. Es ist immer schon etwas besser zu wissen, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist. Der Text ist etwas lang geworden, wollte aber versuchen es einigermaßen detailgetreu darzustellen.

Zu deinen Fragen:

1.) Die Häufigkeit der Symptome lies definitiv nach. Ohne die PPI hatte ich teilweise 1-2 Wochen am Stück das Gefühl mein Hals wäre entzündet und die Zunge brannte. Meistens waren 2-3 Tage Ruhe dazwischen und dann hielten die Symptome wieder 1-2 Wochen an. Mit den PPI hatte ich vielleicht 1-2 Tage in der Woche mit Symptomen, die allerdings auch nicht so ausgeprägt waren wie zuvor. Die PPI habe ich auch mehr als 3 Monate genommen, also nicht frühzeitig die Therapie abgebrochen. Allerdings habe ich in der Zeit auch weiter ganz normal Sport gemacht, sprich Basketball Training 2x in der Woche und meistens ein Spiel am Wochenende. Dazu kamen noch 2-3 Einheiten Kraftraining.

2.) Der Befund der Ösophagoskopie war unauffällig. Bei der zweiten Magenspiegelung wurde im Antrum eine entzündliche Veräderungen in Form einer streifigen Rötung nachgewiesen. Aber die Ärzte sagten, dass sei nicht weiter schlimm.

3.) So wie es aussieht sollte ich wohl weiterhin auf Sport verzichten. Krafttraining ist definitiv vorerst gestrichen. Wie sieht es denn z.B. mit Bodyweight-Training aus? Immer nur auf dem Ergometer sitzen ist auf Dauer auch nicht gerade abwechslungsreich.

4.) Ich glaube ich hatte nur einmal Sodbrennen, das war vor etwas mehr als einem Monat. Ich hatte kurz zuvor eine Tablette Esomeprazol 40mg genommen, da mir die Ärzte gesagt hatte ich solle dies noch 2 Wochen gegen die leichte Gastritis einnehmen. Die Schmerzen waren knapp unter dem Brustkorb, eigentlich ähnlich wie die Schmerzen einer Gallenkolik. Allerdings zogen sich die Schmerzen bis in die Ohren, was ziemlich unangenehm war. Keine Ahnung ob sich so Sodbrennen anfühlt.

5.) Den Spezialisten dafür würde ich gerne finden. Bisher habe ich immer nur gesagt bekommen ich solle doch die PPI weiternehmen, aber gleichzeitig heißt es man solle die PPI nicht ein Leben lang nehmen, wegen der Nebenwirkungen. Die Gastroenterologin, bei der ich zweimal zum Gespräch war, meinte auch nur ich müsste den Stress versuchen zu reduzieren. Mehr Input kam nicht. Eigentlich musste ich mir alles selbst zusammensuchen. Auf LPR ist mein HNO auch nicht gekommen, das hatte ich durch Recherche entdeckt.

Ich habe jetzt gesehen, dass es in Mosbach einen HNO gibt, der sich auch mit LPR beschäftigt. Ich werde mir dort noch einen Termin machen.

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nibbana
Gelöschter Benutzer

Re: Behandlung vom stillen Reflux

von nibbana am 10.02.2016 13:11

Hallo,

die Panendoskopie sowie auch die Gewebeproben haben nichts wirklich aufregendes ergeben. Gewebeproben am Kehlkopf wurden gar keine entnommen, da wohl nichts kritisch war. Vorsorglich wurden 2 Proben aus dem Zungengrund entnommen, da dieser wohl klinisch, selbst in der Panendo, nicht gut einsehbar ist. Es wurde dort lediglich eine Bakterienkolonie gefunden, die dort eigentlich nicht hingehört. Nun nehme ich vorsorglich ein Antibiotikum. Mehr weiß ich noch nicht. Der nächste Kontrolltermin ist erst nächste Woche.

Die PPI (Nexium, 2x40) nehme ich nun seit 4 Wochen. Es ist schon ein bisschen besser geworden. Die Stimme ist auch wieder ganz ok. Der Druck am Kehlkopf ist aber noch da, wenn auch nicht ständig. Morgen habe ich einen Termin bei einem niedergelassenen HNO, der sich u.a. auf LPR spezialisiert hat. Dieser arbeitet lt. Homepage auch mit diversen alternativen Verfahren. Mal schauen, ob es da ein paar Infos gibt. Aber ich muss zugeben, als Privatpatient, habe ich im letzten Jahr eher schlechte Erfahrungen gemacht. Ständig neue Untersuchungen und bei Alternativmediziner einen Haufen voll von Medikamenten bekommen, die letztlich gar nichts brachten. Man kommt sich manchmal vor, wie eine Kuh, die gemolken wird.

Ich bin auch noch unentschlossen, was mir eine PH-Metrie tatsächlich bringt. Wenn rauskommt, dass ich nachts einen Reflux habe, dann kann ich sowieso nicht mehr machen, wie jetzt schon (Kopfende hoch, PPI am Abend, 3 Stunden vorm Schlafen nichts essen). Meine Ernährung ist soweit angepasst, was Lebensmittel und Essenszeiten angeht. Allerdings war das bei mir keine große Umstellung, da ich mich vor diesen Problemen schon sehr gesund, ausgewogen und fettarm ernährt habe. Ich trinke eh nur stilles Wasser, selten mal ein Bier und säurehaltige Sachen habe ich eh wegen meiner Landkartenzunge schon gemieden. Gelo ReVoice habe ich auch, obwohl ich mal irgendwo gelesen hatte, dass dies gar nicht so gut sei, wegen Aktivierung von Pepsinen, da diese Lutschpastillen Säuren enthalten. Keine Ahnung, ist mir teilweise alles zu kompliziert Säure hin und her, Gelo ReVoice und Kaugummi nutze ich trotzdem, da sie einfach den Rachen feucht machen und mir ein besseres Gefühl geben.

Die PPI werde ich erstmal weiter nehmen und nach 8 Wochen mal schauen, wie es aussieht, ob man von der Stärke mal runtergehen kann bzw. das ganze irgendwann mal ausschleicht. Aber was dann?? Teufelskreis geht dann von vorne los?? Echt schwierig, da es außer OP’s (bei mir kein Thema) keine durchgängig langfristige Therapie gibt, die erfolgsversprechend ist. Wie hast du deinen stillen Reflux in den Griff bekommen? Ein HNO hat mir mal den Tipp gegeben, 2-3 Kautabletten Maaloxan am Tag zu nehmen. Weniger wegen der Reaktion im Magen, sondern eher, da das gekaute Zeug in den Rachen/Kehlkopf gelangt und dort dann für ein besseres Klima sorgen soll. Warum genau weiß ich gar nicht mehr....Inaktivierung von Pepsinen? Hast du schon von dem Tipp mit Maaloxan gehört? Aber diese Tabletten soll man doch auch nicht die ganze Zeit nehmen?

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nibbana
Gelöschter Benutzer

Re: Stiller Reflux seit 5 Jahren - Ich weiß nicht mehr weiter...

von nibbana am 10.02.2016 11:11

Hallo Tobi,

 

ich habe ähnliche Probleme wie du, hab vor kurzem hier auch schon geschrieben. Bei mir ist es im Wesentlichen ein Problem des Kehlkopfs. Druck auf den Kehlkopf, leicht geschwollen und vor kurzem ca. 3 Wochen heiser. Zuerst dachte man an Infekt. Als es aber nicht besser wurde, vermutete man stillen Reflux. Eine PH-Metrie hatte ich noch nicht, vielleicht werde ich noch eine machen. Im Klinikum hatte man mir auf Verdacht hin PPI's verschrieben (Nexium, 2x40), also relativ hoch dosiert. Man wollte zuerst mal das Kehlkopfproblem in den Griff bekommen. Magenspiegelung hatte ich auch gemacht, ohne wesentliche Ergebnisse, nur leichter Reflux. Typisches Sodbrennen habe/hatte ich fast nicht.

Tja, auch ich stelle mir die Frage, was kann man eigentlich machen. Ich habe morgen nochmals einen Termin bei einem auf Reflux spezialisierten HNO, der auch viel mit Alternativmedizin macht. Aber ich glaube, unsere Möglichkeiten sind echt begrenzt. Folgend ein paar Gedanken:

-Ernährung: Jeder Mensch reagiert anders auf Lebensmittel. Ich hatte auch schon einen Allergietest auf Blutbasis gemacht. Was hat es mir gebracht, ehrlich, gar nichts. Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass die ganzen Untersuchungen mehr dem Arzt bringen (bin privat versichert), als mir. Ich hatte vor Jahren wegen meiner Hautprobleme mal ca. ein Jahr komplett auf Milchprodukte verzichtet. Die Haut hatte sich wirklich merklich gebessert. Ob es gut für meinen gesamten Körper war, weiß ich nicht. Ich habe seit Anfang letzten Jahres eine extrem brennende Landkartenzunge bekommen...Ursache unbekannt, alles nur Spekulationen. Mein Gott, was habe ich mit Essen rumexperimentiert. Auf das und das verzichtet, einen Monat lang histaminarm gegessen und was weiß ich. Nichts hat geholfen, auch jetzt nichts beim stillen Reflux. Natürlich gibt es bestimmte Lebensmittel, auf die man bei stillem Reflux besser verzichten soll, wie frittiertes und fettes Essen, Tomaten, fetter Käse, Erfrischungsgetränke mit Kohlensäure. Oder wenn man genau spürt, dass man auf etwas reagiert. Ich hatte in letzter Zeit oft Smoothie getrunken, dann immer einen Liter auf einmal. Ich dachte einfach, das sei gesund für mich. Danach bekam ich aber immer leichtes Sodbrennen. Obwohl hauptsächlich Gemüse und wenig Obst drin war, denke ich, lag es daran, dass einmal die Menge zu viel war und dann wird das Ganze ja schnell getrunken, also mit wenig Speichel versetzt, was die Verdauung unterstützt. Smoothies lasse ich jetzt aus, esse jetzt so mein Gemüse und Obst langsam und mit viel Kauen Dann heißt es immer wieder, bei jeder Mahlzeit sollen Kohlenhydrate und Eiweiß ausgeglichen sein. Deshalb habe ich wieder Quark und Joghurt mit aufgenommen. Ich habe mittlerweile das Gefühl, je mehr man sich Gedanken beim Essen macht, was ist gut und was nicht, dann macht das Essen auch keinen Spaß mehr und das alles geht an die Psyche. Bis auf o.g. Lebensmittel will ich jetzt wieder alles essen und mir nicht bei jedem Bissen Gedanken darüber machen, was für Auswirkungen das hat. Das stresst einen nur und das ist auch nicht gut für Magen und Psyche. Deshalb hierzu ein paar Tipps:
-lass bestimmte Lebensmittel aus oder reduziere sie, die, die du offensichtlich nicht verträgst und die typischen fetten und säurebildenden Lebensmittel
-verteile das Essen nicht nur auf 3 Mahlzeiten, sondern auf 5 oder 6, nicht zu viel auf einmal
-versuche vielleicht während dem Essen nicht zu trinken, sondern davor und danach, dass es nicht zu viel auf einmal wird
-wichtig, nach dem Essen nicht hinlegen, vor dem Hinlegen ca. 3 Stunden nichts essen
-auch kein Sport mit vollem Magen machen
-keine strenge Diät, das stresst mehr als dass es nutzt, außer man hat bekannte Allergien oder Unverträglichkeiten

Sport: Ich habe in der Vergangenheit Kampfsport, Krafttraining und Ausdauertraining gemacht. Wegen meinen ganzen Problemen momentan null Sport. Das geht auch mir auf die Psyche. 4 Kilo schon abgenommen, was mir gar nicht gefällt. Meine Muskeln verschwinden so langsam. Aber gerade das Kranfttraining bereitet mir momentan auch Probleme: im Winter Erkältungsgefühl nach dem Training oder Reflux?? Da habe ich auch noch keine Lösung und hoffe, dass es im Frühjahr wieder besser wird. Leichtes Joggen ist ok.

Ich glaube, wir sind uns sehr ähnlich. Auch ich versuche, mit sämtlichen Mitteln (Untersuchungen beim Arzt, Ernährung, Medikamente etc..) alles dafür zu tun, um das Problem in den Griff zu bekommen. Und was hat es gebracht? Es dreht sich momentan alles nur noch um dieses Thema und das ist nicht gut. Vielleicht muss man einfach bestimmte Veränderungen an seinem Körper akzeptieren und sich wieder auf andere Dinge einlassen. Denn der ganze Stress und depressive Verstimmungen helfen dabei sicher nicht. Aber ich suche auch noch den richtigen Weg Leider gibt es hier nicht DAS Medikament und DIE Behandlung. Falls eine OP keinen Sinn macht (bei mir z.B.) und PPI's auf Dauer nicht helfen sollten, gibt es nichts anderes als Anpassungen im Lifestyle und Ernährung. Aber so, dass man auch noch dabei lebt und sich nicht jede Stunde verrückt macht, ob man jetzt gem. dem stillen Reflux alles richtig macht.

Viele Grüße

Antworten
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